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Das ERASMUS+ DECRA Projekt (Entwicklung europäischer Kulturrouten für Alle) wurde durch Austausch zwischen 18 europäischen Kulturrouten entwickelt  - einige von ihnen sind als Kulturrouten des Europarates anerkannt. Davon ausgehend, dass die transnationalen Netzwerke der europäischen Kulturrouten einen Schatz an - oft wenig bekannten - Erfahrungen, Fähigkeiten und Know-How zur effektiven Umsetzung europäischer Kulturkooperationen haben, zielt das Projekt mit seinen Partnern (Französischer Verband der europäischen Kulturrouten, NETZ - Medien und Gesellschaft e.V., TRANSROMANICA - das romanische Erbe Europas, ATRIUM - Architektur der totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts, Europäische Verband zum Schutz des jüdischen Erbes, Donau-Kompetenz-Zentrum und die Universität von Avignon) auf Sammlung, Analyse, Diskussion und Verbreitung dieses Wissens. Dank digitaler Werkzeuge können die erarbeiteten Inhalte leicht von einer Vielzahl an Zielgruppen genutzt werden.

In diesem Rahmen beziehen wir alle Arten von Erfahrungen und Fähigkeiten ein, unabhängig davon, welche Rechtsform die Träger dieses Wissens haben - Museen, Verbände, Institutionen, lokale und regionale Behörden, Bibliotheken, KMU, etc. - und Einzelpersonen. Das Projekt beachtet damit Einwohner, die sich mit Besuchern ihrer Stadt beschäftigen ebenso wie Bürgermeister, die neue nachhaltige Torismusansätze für ihr natürliches und kulturelles Erbe entwickeln wollen, Museumsmitarbeiter, die ihre Sammlung als europäische hervorheben wollen genauso wie Lehrer, die Schüleraustausch mit anderen europäischen Ländern organisieren, etc.. Durch seinen inklusiven und vergleichenden Ansatz, geht das Projekt über Zentrum/ Peripherie- und Stadt/ Land-Vergleiche hinaus, indem es vielfältigere Erfahrungen einbezieht und derten Übertragbarkeit auf andere Gegenden mitdenkt.

Das ERASMUS+ DECRA Projekt wendet diesen Ansatz auf vier spezifische Themenfelder an, die mit europäischen Kulturrouten verbunden sind:

  • Faro Convention: Wieder-Aneignung von lokalem Erbe und seine europäische Aufwertung
  • Gesellschaftliche Teilhabe und soziale Inklusion
  • Zugänglichkeit von Denkmalen und Wissen, inklusive digitaler Zugänglichkeit und Vielsprachigkeit
  • Langfristige Entwicklung europäischer Netzwerke, inklusive der Ansätze sozialer und solidarischer Wirtschaft.

Die 24monatige Projektlaufzeit ermöglicht es, Daten über die Erfahrungen in allen 18 beteiligten Netzwerken zu sammeln (durch einem Bottom-Up-Ansatz), diese zu analysieren und digitale Werkzeuge zu entwickeln, die verschiedenen Zielgruppen ermöglichen, das gesammelte Wissen zu nutzen. Damit erzielen wir einen Wissens- und Erfahrungsaustausch und fördern Bildungs- und Kulturaustausch auf europäischer Ebene, zum beispiel auf einem informellen Bildungslevel und durch Peer-to-Peer-Lernen. In diesem Prozess ist die Universität Avignon ein großer Gewinn für das Projektteam und für die Qualität von Reflektion und Methodologie bei der Vermittlung zwischen verschiedenen Zielgruppen.